Rezension: Satisfaction on demand von M.C. Steinweg

copyright Cupido Books
Preis:4,99 €            
Format:eBook
Seitenanzahl:142 Seiten
Genre:Erotik Dystopie
Reihe:                                                   
Verlag:Cupido Books
ISBN:
Altersempfehlung:
Muss ich unbedingt lesen :)


"  Janus ist ein "richtiger Mann" in seiner Welt - in unserer Welt der Zukunft. Keine schöne Welt, denn Krankheit und Umweltschäden sind verantwortlich dafür, dass zeugungsfähige Männer immer seltener geboren werden. Und diese wenigen haben dementsprechend viel zu tun, um die Spezies zu erhalten! Die Frauen haben zwischenzeitlich verstanden, dass man den Männern das Regime nicht überlassen darf. Sie haben strenge Regeln für die Arterhaltung aufgestellt und stellen nun hohe Anforderungen an die Qualität der erotischen Komponente: SOD - Satisfaction on demand! Janus ist gerne Satisfactor, erfüllt seine Aufgabe qualifiziert und unterwirft sich in bewundernswerter Akzeptanz - bis er Fleur kennenlernt und sich seine Welt auf den Kopf stellt.    "

Die Schreibweise ist sehr klar und flüssig. Für eine Autorin ist es immer schwer, bei diesem Genre das gesunde Maß zu finden. M.C. Steinberg hat die Szenen sehr detailliert beschrieben. Trotzdem gab es einige Ausdrücke, die sehr hart waren und das Prickeln der Erotik wurde für mich gemindert. Trotzdem lies sich die Geschichte flüssig lesen.


Satisfaction on demand war mein erster erotischer Roman in dieser Richtung. Das Cover fand ich sehr ansprechend und auch die Kurzbeschreibung klang sehr vielversprechend.
Die Grundidee, das es mal eine Geschichte ist, in der die Frauen den bestimmenden Part haben, fand ich sehr gut und interessant. Ein Erotikroman mit einem Hauch Dystopie war für mich etwas ganz Neues, doch meine Erwartungen waren etwas anders..

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Janus und man erfährt die Welt aus seiner Sicht.

Schnell konnte man beim Lesen erahnen, um was es sich hier handelt. Man war sofort im Geschehen und hat die Schwerpunkt in Janus Leben kennen gelernt. Doch dieser Schwerpunkt, nämlich das Leben als Satisfactor zog sich durch jede Seite, was mir dann bereits im ersten Drittel einfach zu viel wurde. Es reihte sich eine Sexszene an die nächste und dadurch fand ich die Thematik etwas flach und auch die Protagonisten blieben für mich ein wenig auf der Strecke.

Bei den erotischen Szenen ging mir die Erotik, die ich erwartet hatte leider verloren. Für mich spiegelt Erotik etwas anderes wieder, als es hier dargestellt wird. Mir ist aber auch bewusst, das es in der Geschichte darum ging, dass die Liebe eigentlich nicht gewollt ist. Hier ging es wirklich nur um die Aufgabe als Satisfactor und der Unterwerfung des Mannes, mit der Aufgabe, der er nachkommen musste. Aber auch die Frauen fand ich sehr kühl und sie waren für mein Geschmack einfach nur Mittel zum Zweck. Für mich hatte dieses wenig mit Erotik zu tun.

Mir ist bewusst, das es sich hier um ein erotischen Roman handelt und es hier einige Sexszenen gibt. Doch hier war es einfach zu viel und für mich kam es teilweise etwas abgeflacht rüber. Ich hätte mir auch viel mehr das normale Zwischenmenschliche gewünscht.

In der Kurzbeschreibung erfährt man bereits, das Fleur das Leben von Janus auf den Kopf stellt und ich hatte Hoffnung, das sich mein erster Eindruck an dieser Stelle wenden würde... Doch auch hier fehlt mir die Tiefe zur Protagonistin. Man erfährt nicht wirklich etwas über sie als Person. Aber hier kam dann das ein oder andere Prickeln, was ich mir schon viel früher gewünscht hätte. Doch leider tritt diese Wendung mit Fleur erst Recht spät ein. Diesen Ansatz hätte ich mir schon viel eher und ausgeprägter gewünscht.

Viele Fragen, die sich mir beim Lesen gestellt haben blieben offen. Mir fehlte einiges an Informationen, die der Handlung evtl. auch eine gewisse Spannung gegeben  hätte. Hintergrundinformationen, wie andere Charaktere in der Geschichte damit leben oder wie es zu dem ganzen gekommen ist waren für mich entweder gar nicht oder nur am Rande angesprochen vorhanden.

Der Ansatz der Grundidee ist wirklich sehr vielversprechend, doch mir fehlte hier einfach die Erotik und das Prickeln.... Dadurch konnte mich die Geschichte nicht so fesseln, wie ich es mir beim ersten Eindruck erhofft hatte. Charaktere und Handlung sind leider etwas flach und ich hätte mir hier viel die Tiefe gewünscht. Mir fehlen hier vor allem die Gefühle der Protagonisten selber. Was geht in ihnen vor? Wie fühlen sie sich?

Für mich ist es wichtig, das trotz der Erotik die Handlung nicht ganz untergehen darf. Hier sollte es immer ein ausgewogenes Verhältnis sein, was bei diesem Buch für mich nicht richtig hervor kam. Das kann aber auch daran liegen, das jeder eine andere Auffassung von Erotik und dem Anteil an Sexszenen in einem Buch hat. 

Das Ende an sich war abgerundet.

Dieses Buch ist für alle, die Erotik lieben, aber auf Romantik verzichten können. Der dystopische Anteil gibt dem Buch noch ein besonderes Etwas. Doch mich konnte dieses Buch leider nicht überzeugen. Ich bin dann wohl eher der Leser, der auch ein wenig Romantik dabei haben möchte. Von daher gibt es für mich hier nur 2 von 5 Federn






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