Rezension Die vergessene Kammer von Catherine Fisher

Copyright Blanvalet 
Preis:9,99 €            
Format:Taschenbuch
Seitenanzahl:320 Seiten
Genre:                                    Fantasy
Reihe:


                                   
Verlag: Blanvalet
ISBN:  978-3442264063          
Altersempfehlung:
Muss ich unbedingt lesen :) 

Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?
                                      
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist sehr klar und flüssig. Details werden sehr ausführlich beschrieben, was dem Leser ermöglicht sich gerade auch diese architektonische Bauwerk vorzustellen. Aber trotz dieser Ausführlichkeit wirkt er nicht unnötig in die Länge gezogen. das Buch lässt sich wirklich gut und flüssig lesen.

Der Einstieg in das Buch hat mich doch etwas verwirrt, da ich mir anhand des Klappentextes etwas anderes vorgestellt habe. Trotzdem hatte die Geschichte etwas an sich, was mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

Der Aufbau der Geschichte ist der Autorin wirklich gut gelungen. Sie spielt in drei verschiedenen Zeitepochen, aber am selben Schauplatz. Dieses verleiht der Geschichte etwas Besonderes. Für mich war auch der Spannungsbogen sehr gut umgesetzt. Schauplätze und Protagonisten werden nach und nach immer ausführlicher beschrieben. Dadurch entdeckt man beim Lesen immer wieder neue Details, die die einzelnen Erzählstränge zusammen führen und ein Gesamtbild ergeben. Für mich war es wirklich spannend, am selben Ort in drei verschiedenen Zeiten zu sein und die Entwicklung dieses Ortes und seinem Ursprung zu erfahren. Irgendwie hat mich diese Art der Geschichte auch selber zum Nachdenken angeregt und ich habe mich des Öfteren dabei erwischt, das ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was ist damals alles an dem Ort passiert, wo ich jetzt lebe... Welche Geheimnisse verbergen sich hier. 
Catherine Fisher schafft es immer wieder die Spannung aufzubauen und den Leser mit Fragen zu hinterlassen, die einen neugierig auf mehr machen. Man versucht schnell Zusammenhänge zu finden und zieht so jedes einzelne Detail in sich auf.

Sulis ist eine der Hauptprotagonisten in der neueren Zeit. Sie ist ein junges Mädchen, das ein Geheimnis in sich trägt, was sie selber nicht wahrhaben möchte. Sie wird von einem Mann verfolgt, der sie egal wohin sie flieht immer findet. Dadurch ist ihr Leben oft sehr schwer und sie kommt von einer Pflegefamilie zur nächsten, bis sie in einer Familie aufgenommen wird, die an diesem magischen King`s Circus wohnt..  Was hat es mit diesem Unbekannten auf sich?? Sie macht während der Geschichte eine große Entwicklung mit. Der Angst ins Gesicht zu schauen und nicht immer weg zu laufen. Für mich eine wichtige Botschaft, die diese Geschichte unteranderem ausstrahlt.

Zac ist der Protagonist in der mittleren Zeit. Er war als Lehrling dabei, als dieser King`s Circus erbaut wurde. Ihn mochte ich nicht wirklich. Er die meiste Zeit auf seinen Vorteil bedacht und sehr egoistisch.

Baldud ist der Protagonist aus der frühesten Epoche. Er ist eigentlich mit am Wichtigsten, kam aber meiner Meinung nach viel zu kurz. Ich hätte gerne viel mehr über ihn erfahren.

Jeder Protagonist war für mich nachvollziehbar und authentisch beschrieben, so dass ich ohne Problem dem Wechsel der Zeiten folgen konnte. 

Für mich ist der Klappentext leider etwas irreführend. Man wartet in der Geschichte auf etwas ganz anderes. Die besagte Kammer, von der hier gesprochen wird hat meiner Meinung nach nur eine Nebenrolle. Ich habe zwar beim Lesen gemerkt, das sie in der Geschichte einen Mittelpunkt darstellt, trotzdem fand ich es Schade, das sie immer nur am Rande erwähnt wird. Dieses hat aber auf der anderen Seite der Geschichte nicht geschadet, da sie durch ihre Erzählweise in den drei Zeitepochen sehr faszinierend war.

Die vergessene Kammer ist im Genre Fantasy angegeben. Dieses trifft für mich nicht ganz zu, da der Fantasyanteil eindeutig zu kurz kam. Für mich war es eher ein Historischer Roman rund um die Architektur mit einem Hauch von Fantasy.

Für mich ist "Die vergessene Kammer" ein Buch, bei dem ich froh bin, es gelesen zu haben, auch wenn ich gestehen muss, das ich es wahrscheinlich nicht zur Hand genommen hätte, wenn ich vorher gewusst hätte, das es doch eher in die Historische Richtung geht. Doch ich bin trotz der anderen eingeschlagenen Richtung sehr überrascht über dieses Buch und für mich ist es auf jedenfall ein Mustread für alle Fans der Historischen Architektur und seinen Geheimnissen. Wer hier allerdings auf ein prallgefülltes Fantasybuch hofft, wird leider enttäuscht.

Aufgrund das ich mit anderen Erwartungen in Bezug auf das Genre Fantasy an das Buch heran
getreten bin, und für mich eine Irreführung des Klappentextes da ist, mich dieses Buch aber dennoch absolut überzeugen konnte, gibt es von mir hier 4 von 5 Federn.








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